Ich habe nicht irgendwann beschlossen: Jetzt werde ich Schriftsteller.
Eigentlich war das Schreiben schon lange da.
Bereits 1992 veröffentlichte ich mit „Stargazer“ ein eigenes Magazin für Autogrammsammler. Später schrieb ich für die „Autogramm-Post“, und ab 1998 kamen meine ersten eigenen Internetprojekte hinzu. Seitdem sind ziemlich viele Texte für Webseiten, Blogs und andere Veröffentlichungen entstanden.
2026 wird daraus zum ersten Mal ein Buch.
Vom Schreiben im Netz zum ersten Buch
Über die Jahre habe ich über sehr unterschiedliche Themen geschrieben. Besonders hängen geblieben ist bei mir aber immer wieder die regionale Geschichte.
Mich interessieren nicht nur die großen historischen Ereignisse. Oft sind es gerade die unscheinbaren Dinge, bei denen ich hängenbleibe: eine alte Mauer, ein Weg, eine Ruine im Wald, eine Sage oder ein Ort, an dem man normalerweise einfach vorbeifährt.
Irgendwann kommt dann meistens die Frage:
Was ist hier eigentlich passiert?
Aus solchen Fragen entstehen Recherchen. Manchmal wird daraus ein Artikel, manchmal ein Video – und manchmal wächst eine Geschichte deutlich weiter.
Tagebuch eines Grenzschreibers
Mein erstes Buch „Tagebuch eines Grenzschreibers“ soll am 3. Oktober 2026 erscheinen.
Im Mittelpunkt steht die Region zwischen Werra und Eichsfeld. Historische Orte, regionale Überlieferungen, Sagen und tatsächliche Begebenheiten verbinden sich dabei mit einer fiktiven Erzählebene.
Durch das Buch führt Severin Markwart, der Grenzschreiber. Mit ihm geht es zu Burgen, alten Wegen, Furten, Orten und Menschen der Region.
Dabei wollte ich weder einen klassischen Reiseführer noch ein trockenes Geschichtsbuch schreiben. Mich interessiert vielmehr, was passiert, wenn historische Hintergründe und erzählerische Elemente miteinander verbunden werden – und ob daraus vielleicht die Lust entsteht, selbst einmal genauer hinzusehen.
Weitere Informationen, eine Leseprobe und ergänzendes Material gibt es auf der eigenen Buchseite.
Recherche und Erzählung
Auch wenn ich erzählerisch schreibe, gehört Recherche für mich zwingend dazu.
Je nach Thema arbeite ich mit regionaler Literatur, historischen Quellen, Karten, Archiven, Webseiten und natürlich mit den Orten selbst. Gerade bei Sagen und Überlieferungen lässt sich allerdings nicht immer sauber feststellen, wo belegbare Geschichte endet und spätere Ausschmückung beginnt.
Deshalb versuche ich, historische Informationen, Überlieferungen und bewusst erfundene Elemente voneinander zu trennen.
Meine Arbeitsweise ist heute selbstverständlich digital. Dazu gehören Textverarbeitung, Bildbearbeitung und inzwischen auch Werkzeuge mit künstlicher Intelligenz, die ich beispielsweise bei Rechtschreibung, Formulierungsprüfung oder einzelnen Arbeitsschritten nutze.
Die Auswahl der Themen, die Rechercheentscheidungen und die Verantwortung für den Inhalt bleiben dabei bei mir.
Geschichten entstehen nicht nur am Schreibtisch
Viele Ideen beginnen unterwegs.
Bei einem Spaziergang, einem Landgang, an einer Burgruine, in einer Altstadt oder einfach irgendwo, wo mir etwas auffällt, über das ich mehr wissen möchte.
Genau diese Verbindung aus Entdecken, Recherchieren und Erzählen interessiert mich auch für weitere Bücher. Dabei muss es nicht immer um Geschichte gehen. Entscheidend ist für mich eher, dass mich eine Idee lange genug beschäftigt, um daraus tatsächlich etwas machen zu wollen.
Das nächste Buch hat schon angefangen
Beim ersten Buch soll es nicht bleiben.
Ein regionaler Krimi ist bereits in Arbeit, und die ersten Kapitel sind geschrieben. Im Moment liegt das Projekt allerdings bewusst auf Eis. Rund um die Veröffentlichung von „Tagebuch eines Grenzschreibers“ gibt es derzeit genug zu tun.
Danach werde ich mich wieder darum kümmern.
Wann daraus ein fertiges Buch wird, steht noch nicht fest. Ich möchte jedenfalls kein zweites Buch veröffentlichen, nur damit möglichst schnell ein zweites Buch da ist.
Die Geschichte muss funktionieren.
Und ich muss selbst wissen wollen, wie sie weitergeht.